Geschichte & Unterschiede
Chinesische Essstäbchen heissen kuai-zi, was "kleine, schnelle Gefährten" bedeutet, sie sind ungefähr 22-25 cm lang, rechteckig mit einem stumpfen Ende. In Japan wurden Essstäbchen ursprünglich als sehr wertvoll betrachtet und exklusiv für religiöse Zeremonien verwendet. Die Japanischen Chopsticks heissen hashi und unterscheiden sich von den Chinesischen insofern, als dass sie rund sind und am unteren Ende eher spitz zulaufen. Zudem sind sie kürzer (ca. 17,5-22cm). Koreanische Essstäbchen sind zumeist aus Edelstahl und es gibt sie auch in ganz flacher Ausführung, thailändische Stäbchen hingegen sind großteils aus Holz mit Einlegearbeit und sehr lang mit stumpfen Enden, wobei in Thailand nur Nudeln mit Stäbchen gegessen werden.
"Wer hat´s erfunden?" Fest steht: Die Schweizer waren es nicht! Man vermutet ihren Ursprung ca. 4000-5000 Jahren in China in der Annahme, dass die Menschen ihr Essen in sehr großen Töpfen kochten, welche Hitze gut behalten. Es wurden Baumzweige genommen, um das Essen aus dem riesigen Topf zu fischen. Ungefähr 400 v.Ch. war Brennstoff knapp. Um "Energie zu sparen" wurde das Essen in kleine Stücke gehackt, damit es schneller gart. Die Stücke waren klein genug, um auf Messer gänzlich verzichten zu können, und die Stäbchen wurden zum Alltagsgegenstand. Die ersten Essstäbchen ähnelten großen Pinzetten; sie waren aus einem Stück Bambus, der am oberen Ende geknickt und zusammengebunden war. Erst vor dem 10. Jahrhundert wurden Essstäbchen in getrennten Stücken verwendet. Ca. 500 v.Ch. breitete sich dieser Brauch bis nach Vietnam, Korea und Japan aus. Die Japaner erzeugten ihre Essstäbchen vorwiegend aus Holz. Im 17. Jahrhundert wurden Chopsticks von den Japanern erstmals lackiert und es waren ebenfalls die Japaner, die 1878 Einwegstäbchen erfanden, die wari-bashi genannt werden. Chopsticks werden aus vielen verschiedenen Materialien gefertigt. Bambus ist das bekannteste und am meisten verbreitete, da Bambus günstiger, schnell erhältlich und leicht zu bearbeiten ist. Zudem ist es hitzebeständig und hat keinen Eigengeruch oder -geschmack. Ebenholz, Zedern-, Sandel-, Teakholz und Pinie werden ebenso gerne genutzt wie Büffelknochen. Die Wohlhabenden besitzen meist Chopsticks aus Jade, Gold, Bronze, Messing, Achat, Koralle, Ebenholz oder Silber. Und Sie? |
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